{"id":7017,"date":"2023-02-19T12:44:48","date_gmt":"2023-02-19T11:44:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.agnnw.de\/?p=7017"},"modified":"2023-03-01T14:02:05","modified_gmt":"2023-03-01T13:02:05","slug":"fall-des-monats-februar-2023-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.agnnw.de\/?p=7017","title":{"rendered":"Fall des Monats Februar 2023"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"7017\" class=\"elementor elementor-7017\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-4a020073 elementor-section-full_width elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"4a020073\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-3633a0ca\" data-id=\"3633a0ca\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-37a8cba0 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"37a8cba0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\tAlarmierungsmeldung Dienstag 5:50 Uhr:\n\n58-j\u00e4hriger Mann, Verdacht auf Krampfanfall\n\n&nbsp;\n\n<u>Eintreffsituation und Vorgeschichte:<\/u>\n\nNahezu zeitgleiches Eintreffen von NEF und RTW an einem Mehrfamilienhaus im Zentrum einer Kleinstadt. Die Wohnung befindet sich in der 3. Etage.\n\nEs handelt sich um eine Wohngemeinschaft von polnischen Arbeitern. Alle Mitbewohner sind anwesend.\n\n&nbsp;\n\nDer T\u00fcr\u00f6ffner berichtet, dass sein Kollege morgens fr\u00fch zur Toilette gegangen sei. Bei R\u00fcckkehr von der Toilette sei er dann (in Gegenwart eines Mitbewohners pl\u00f6tzlich getorkelt, wobei die Gleichgewichtsst\u00f6rung vom Kollegen abgefangen werden konnte. Auf dem Boden liegend habe der Patient dann ca. 5-7 Minuten mit Armen und Beinen gezuckt und sei nicht ansprechbar gewesen.\n\nDaraufhin erfolgte die sofortige telefonische Alarmierung der Rettungsleitstelle.\n\n&nbsp;\n\nZur Vorgeschichte kann von den Kollegen mitgeteilt werden, dass sie in der aktuellen Nacht sehr wenig Schlaf gehabt h\u00e4tten, da sie mit dem PKW von der Ostregion Polens ohne n\u00e4chtliche Pause in einer Tour nach Deutschland gefahren seien.\n\nBefragt zur Vorgeschichte des Patienten wird mitgeteilt, dass dieser aufgrund eines Bluthochdruckes Tabletten nehmen m\u00fcsse. Eine Schachtel mit Medikamenten wird herbeigeholt: Ramipril und Bisoprolol und mehrere lose Tabletten mit einem Smilie-Aufdruck.\n\n&nbsp;\n\n<u>Erstbefund:<\/u>\n\n58-j\u00e4hriger Patient auf dem Boden in R\u00fcckenlage liegend. Keine erkennbaren Traumafolgen.\n\nDer Patient \u00f6ffnet auf laute Ansprache hin die Augen und blickt verlangsamt aber gerichtet in Richtung des Ansprechenden.\n\nKeine Pupillendifferenz. Pupillen bds. mittelweit bis weit. Lichtreaktion auf Licht und Konvergenz leicht verlangsamt.\n\nBlutdruck 200\/100 mmHg Puls 110\/min mit rhythmischer Herzaktion. SaO<sub>2<\/sub>: 90%.\n\nBei der Inspektion der Mundh\u00f6hle kein sicherer Zungenbiss.\n\nDer Patient hat eingen\u00e4sst.\n\n&nbsp;\n\nDer Fast-Test wird versucht. Die gew\u00fcnschten Man\u00f6ver sind aber aufgrund der Vigilanzeinschr\u00e4nkung und aufgrund der Fremdsprachigkeit nur sehr schwer vermittelbar und m\u00fcssen 3-mal vorgeturnt werden.\n\nDer Armvorhalteversuch ist beidseits deutlich wackelig vorf\u00fchrbar und mit leichter Absink- und Pronationstendenz beider Arme eingeschr\u00e4nkt verwertbar.\n\nAuch das Pfeifen und Stirnrunzeln k\u00f6nnen bei Umsetzungsschwierigkeiten nur erschwert beurteilt werden.\n\nEs ergeben sich Hinweise auf eine Minderbeweglichkeit der linken Gesichtsmuskulatur.\n\n&nbsp;\n\nBei engem Treppenhaus 3. Etage wird ein Evac-Chair benutzt. Beim Transfer auf dem Raupen-Rettungsstuhl muss der Patient beidseitig gest\u00fctzt werden.\n\nHierbei zeigt sich eine geringf\u00fcgige Mindermobilit\u00e4t der linken Armmuskulatur.\n\nDer Transport im Treppenhaus ist sehr m\u00fchsam, gelingt aber letztendlich mit Unterst\u00fctzung der polnischen Arbeitskollegen ohne Komplikation. Im RTW wird eine nochmalige Kontrolle der Sensomotorik im Extremit\u00e4tenbereich versucht, ist aber aufgrund der eingeschr\u00e4nkten Mitarbeit des Patienten eingeschr\u00e4nkt verwertbar. Bei der Pr\u00fcfung der Sensibilit\u00e4t meint man, dass die Reaktion auf Schmerzreiz am linken Arm etwas verz\u00f6gert einsetzt.\n\n&nbsp;\n\nNach wie vor keine Pupillendifferenz bei eher weiten Pupillen. Lichtreaktion auf Licht und Konvergenz leicht verlangsamt. Vigilanz weiterhin beeintr\u00e4chtigt, laute Ansprache ist notwendig.\n\nBlutdruck 190\/95 mmHg Puls 105\/min mit rhythmischer Herzaktion. SaO<sub>2<\/sub>: 91%.\n\nBei Anlage eines ven\u00f6sen Zugangs am re. Handr\u00fccken spontane gerichtete Schmerzreaktion. Blutzuckerstix : 60 mg\/ dl.\n\nEKG tachykard, rhythmisch mit schmalen QRS-Komplexen und unauff\u00e4lliger ST-Strecke.\n\n&nbsp;\n\n&nbsp;\n\nDiagnose ?\n\n&nbsp;\n\n&nbsp;\n\nZielklinik ?\n\n&nbsp;\n\n&nbsp;\n\n&nbsp;\n\nDr. Gerrit M\u00fcntefering\nChirurgie \/ Unfallchirurgie \/ Notfallmedizin\nLessingstr. 26\n\n47445 Moers\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alarmierungsmeldung Dienstag 5:50 Uhr: 58-j\u00e4hriger Mann, Verdacht auf Krampfanfall &nbsp; Eintreffsituation und Vorgeschichte: Nahezu zeitgleiches Eintreffen von NEF und RTW an einem Mehrfamilienhaus im Zentrum einer Kleinstadt. Die Wohnung befindet sich in der 3. Etage. Es handelt sich um eine Wohngemeinschaft von polnischen Arbeitern. 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