{"id":1281,"date":"2014-04-21T15:09:38","date_gmt":"2014-04-21T13:09:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agnnw.de\/?p=1281"},"modified":"2014-04-21T15:13:19","modified_gmt":"2014-04-21T13:13:19","slug":"mechanische-reanimationssysteme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.agnnw.de\/?p=1281","title":{"rendered":"Mechanische Reanimationssysteme"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"userContent\">21. April 2014 \u25ba<\/span><\/p>\n<p><span class=\"userContent\">Neue Studienergebnisse zu LUCAS und Autopulse liegen vor<\/span>.<\/p>\n<p>Zwei neue, lang erwartete Studien zu mechanischen \/ automatischen Reanimationssystemen sind nun publiziert und geben wichtige Hinweise zum Einsatz di<span class=\"text_exposed_show\">eser Ger&auml;te. Bislang fehlten eindeutige Studienerbebnisse zu diesen Ger&auml;ten. Eine vorausgegangene Studie wurde wegen schlechterer neurologischer Ergebnisse in der Gruppe der automatisiert Reanimierten sogar vorzeitig abgebrochen.<\/span><\/p>\n<p>LINC-Studie<br \/>\n\tBereits im Januar diesen Jahres erschien im JAMA die Ver&ouml;ffentlichung: Mechanical chest compressions and simultaneous defibrillation vs conventional cardiopulmonary resuscitation in out-of-hospital cardiac arrest: The LINC trial. Die Studie untersuchte, ob mechanische Thoraxkompression mit dem LUCAS inkl. Defibrillation w&auml;hrend der Kompression verglichen mit konventioneller Herz-Druck-Massage das &Uuml;berlebensergebnis nach Reanimation verbessert. Multizentrisch wurden in Schweden, Gro&szlig;britannien und den Niederlanden &uuml;ber 2500 Patienten eingeschlossen.<br \/>\n\tDas 4-Stunden-&Uuml;berleben und das 6-Monats-&Uuml;berleben mit gutem neurologischem Ergebnis wurden untersucht: Nach vier Stunden lebten in der LUCAS-Gruppe 307 Patienten (23.6%), in der manuell reanimierten Gruppe 305 (23.7%). Ein gutes neurologisches Ergbnis nach 6 Monaten zeigte sich bei 99% der &Uuml;berlebenden in der LUCAS-Gruppe und in 94% der F&auml;lle in der konventionell reanimierten Gruppe. Dieser Unterschied war nicht signifikant, k&ouml;nnte also zuf&auml;llig entstanden sein. Die Autoren schlussfolgern: &quot;Mechanical CPR using the LUCAS did not result in improved effectiveness compared with manual CPR.&quot;<\/p>\n<p>Link zum Abstract: <a href=\"http:\/\/l.facebook.com\/l.php?u=http%3A%2F%2Fjama.jamanetwork.com%2Farticle.aspx%3Farticleid%3D1774037&amp;h=3AQHoJTie&amp;enc=AZOGDZJBTD4hmWe3AfH4wX42uP1XMbi2Fep_YDcSBW1JYWXd28IkOnB5OJZark_GfEInwttJjZ9YGAKqw2kTUeEsGOMFdeLkg2ZufKZCVFgxCT5buz7N2VAXynKYXIwfXGkAPzvRfj7FdkQJBj60vogz&amp;s=1\" rel=\"nofollow nofollow\" target=\"_blank\">http:\/\/jama.jamanetwork.com\/article.aspx?articleid=1774037<\/a><\/p>\n<p>CIRC-Studie<br \/>\n\tAm 15. M&auml;rz erschienen in der Zeitschrift Resuscitation die Ergebnisse des CIRC-Trial (Manual vs. integrated automatic load-distributing band CPR with equal survival after out of hospital cardiac arrest. The randomized CIRC trial). Prof. Lars Wik hatte auf der AGNNW-Jahrestagung 2013 in einem Vortrag bereits Details der Studie vorgestellt. Auch diese Studie verglich manuelle CPR mit einem automatischen System, hier dem Autopulse-System. Randomisiert wurden &uuml;ber 4000 Patienten in drei US-Rettungsdiensten und an zwei europ&auml;ischen Standorten eingeschlossen. Es wurde untersucht, ob die Patienten lebend das Krankenhaus verlie&szlig;en oder starben.<br \/>\n\tIn der Autopulse Gruppe verlie&szlig;en insgesamt 196 Patienten lebend das Krankenhaus (9.4% &Uuml;berlebensrate). In der Gruppe der manuellen Reanimation sogar 233 (11.0%). Die sog. Odds ratio f&uuml;r das &Uuml;berleben mit dem Autopulse gegen&uuml;ber manueller CPR lag bei 1.06 (95% CI 0.83-1.37), es war also gleichwahrscheinlich zu &uuml;berleben, unabh&auml;ngig von der gew&auml;hlten Methode.<br \/>\n\t&quot;Autopulse-CPR resulted in statistically equivalent survival to hospital discharge&quot; ist die Zusammenfassung der Autoren um Prof. Lars Wik.<\/p>\n<p>Link zum Abstract: <a href=\"http:\/\/l.facebook.com\/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.resuscitationjournal.com%2Farticle%2FS0300-9572%252814%252900128-2%2Fabstract&amp;h=aAQFEXp8P&amp;enc=AZMbi5I-JYYtN7xCqkvPBrEiXS1Rg_r9TX4QTOhUFDD_2FNcC6OD9g0m0Xh-BJjqbBkkbjLpyw8c97XFThMw53aI_2DPXj-fbli9V1gQX3_dlO4h7TY3J0PUuCzNuvcm3t-JIeJEOmijTYOYi67i8YkL&amp;s=1\" rel=\"nofollow nofollow\" target=\"_blank\">http:\/\/www.resuscitationjournal.com\/article\/S0300-9572%2814%2900128-2\/abstract<\/a><\/p>\n<p>Was bedeutet dies?<br \/>\n\t&#8211; Mechanische Reanimationen mit den untersuchten Ger&auml;ten erscheinen sicher, die Methoden k&ouml;nnen weiter genutzt werden, z.B. um unter Reanimation eine Koronarintervention durchzuf&uuml;hren.<br \/>\n\t&#8211; Eine &Uuml;berlegenheit der Systeme zeigt sich nicht, allerdings wurden die Rettungsdienst-Teams umfassend in der Durchf&uuml;hrung qualitativ hochwertiger Thoraxkompression geschult, teilweise wurden Feedback-Systeme eingesetzt.<br \/>\n\t&#8211; Der Anteil der neurologisch intakt &uuml;berlebenden Patienten ist wieder einmal beeindruckend und zeigt uns, dass Wiederbelebung kein &quot;Himmelfahrs-Kommando&quot; ist!<\/p>\n<p>Dr. Andreas Bohn, stv. Vorsitzender der AGNNW<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>21. April 2014 \u25ba Neue Studienergebnisse zu LUCAS und Autopulse liegen vor. Zwei neue, lang erwartete Studien zu mechanischen \/ automatischen Reanimationssystemen sind nun publiziert und geben wichtige Hinweise zum Einsatz dieser Ger&auml;te. Bislang fehlten eindeutige Studienerbebnisse zu diesen Ger&auml;ten. 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