{"id":10,"date":"2013-03-16T09:26:33","date_gmt":"2013-03-16T09:26:33","guid":{"rendered":"http:\/\/agnnw2.de\/?p=10"},"modified":"2014-01-11T15:24:58","modified_gmt":"2014-01-11T14:24:58","slug":"ultraschall-im-rettungsdienst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.agnnw.de\/?p=10","title":{"rendered":"Ultraschall im Rettungsdienst?!"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren hat die Industrie kleine, batteriebetriebene Ultraschallger&auml;te vorgestellt, deren Anwendung nun auch im Rettungsdienst denkbar ist.<\/p>\n<p>Parallel dazu haben einzelne Zentren Konzepte entwickelt, die einen Paradigmenwechsel bei der Notfalluntersuchung mittels Ultraschall einleiten:<\/p>\n<p>Nicht die umfassende detaillierte Untersuchung ist das Ziel, sondern die schnelle und gezielte Suche nach notfallmedizinisch relevanten Befunden im Sinne einer &bdquo;Mustererkennung&ldquo;.<\/p>\n<p>Diese Form der Sonografie ist in den Ablauf einer pr&auml;klinischen Versorgung ohne Zeitverlust zu integrieren und f&uuml;hrte im Rahmen von Studien [1,2,3] zu einer differenzierteren und schnelleren Versorgung, besserer Eingrenzung von Differentialdiagnosen, gezielter Auswahl des geeigneten Zielkrankenhauses und zum schnelleren Ablauf der Krankenhausversorgung durch Voranmeldung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwei Konzepte, die auf die Belange des Rettungsdienstes zugeschnitten sind, sollen hier kurz vorgestellt werden:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-left: 35.4pt\"><strong>p-FAST<\/strong> ist eine Abwandlung der Schockraum-Ultraschall-Diagnostik bei Traumapatienten, die in Frankfurt entwickelt wurde [1]. Die &bdquo;pr&auml;klinische fokussierte abdominelle Sonografie beim Trauma&ldquo; umfasst die strukturierte Untersuchung des Bauchraumes und des Thorax auf freie Fl&uuml;ssigkeit bzw. einen Pneumothorax. Die Untersuchung ist innerhalb von zwei bis drei Minuten durchf&uuml;hrbar. So l&auml;sst sich die Zahl der infrage kommenden Differentialdiagnosen beim Trauma schon pr&auml;klisch eingrenzen.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 35.4pt\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-left: 35.4pt\"><strong>FEEL<\/strong> Das Sonografie-Konzept zur Echokardiografie wurde von Breitkreutz und Mitarbeitern 2007 vorgestellt [3]. Die &bdquo;Focused Echocardiography for Life Support&ldquo; erweitert in der sog. Peri-Reanimation die M&ouml;glichkeiten zur Erkennung reversibler Ursachen, die durch klinische Untersuchung und EKG allein nicht gestellt werden k&ouml;nnen. Hierzu geh&ouml;ren beispielsweise das Erkennen einer rechtsventrikul&auml;ren Belastung bei Lungenembolie, einer &bdquo;pulslosen elektrischen Aktivit&auml;t&ldquo; (PEA) oder eines Perikardergusses. Auch zur Differentialdiagnose der Hypotension &#8211; wie z.B. der Hypovol&auml;mie oder einer kardialen Ursache &#8211; leistet die Sonografie wertvolle Dienste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Einsatz von Ultraschall im Rettungsdienst ist in speziellen Schulungen leicht erlernbar. Die jeweils eint&auml;gigen Kurse vermitteln die Konzepte im wesentlichen durch praktische Sonografieanwendung. Gelegenheiten, das Erlernte im klinischen Alltag pr&auml;sent zu halten, gibt es viele. Die wachsende Verbreitung von Ultraschall im Krankenhaus, die Kompaktheit der Ger&auml;te und nicht zuletzt die immer umfassendere Ausbildung von Studenten in zum Teil mehrw&ouml;chigen Ultraschall-Kursen machen die Sonografie immer mehr zu einem Alltagsinstrument, das auch in den Rettungsdienst einziehen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei sinkenden Preisen der immer kompakter werdenden Ger&auml;te k&ouml;nnte in Zukunft deren Verf&uuml;gbarkeit dazu f&uuml;hren, dass der Griff zum Schallkopf so selbstverst&auml;ndlich wird wie der Griff zum Stethoskop.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dr. Martin M&uuml;hlmeyer<\/p>\n<p>Regionalbeauftragter Reg. Bez. M&uuml;nster der AGNNW<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dr. Andreas Bohn<\/p>\n<p>Stv. Vorsitzender der AGNNW<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>1. Walcher F, Weinlich M, Conrad G et al. Prehospital ultrasound imaging improves management of abdominal trauma. Br J Surg 2006; 93: 238&ndash;242<\/p>\n<p>2. Kirkpatrick AW, Sirois M, Laupland KB, Liu D, Rowan K, Ball CG, Hameed SM, Brown R, Simons R, Dulchavsky SA, Hamiilton DR, Nicolaou S. Hand-held thoracic sonography for detecting posttraumatic pneumothoraces: the Extended Focused Assessment with Sonography for Trauma (EFAST). J Trauma 2004; 57: 288&ndash;295<\/p>\n<p>3.Breitkreutz R, Walcher F, Seeger FH. Focused echocardiographic evaluation in resuscitation management: concept of an advanced life support-conformed algorithm. Crit Care Med 2007; 35 (Suppl 5): S150&ndash;S161Breitkreutz 2007<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Link:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.notfallsonographie.de\/\" target=\"_blank\">www.notfallsonographie.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren hat die Industrie kleine, batteriebetriebene Ultraschallger&auml;te vorgestellt, deren Anwendung nun auch im Rettungsdienst denkbar ist. 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