{"id":4706,"date":"2020-05-09T22:01:17","date_gmt":"2020-05-09T20:01:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.agnnw.de\/?page_id=4706"},"modified":"2020-05-18T21:13:47","modified_gmt":"2020-05-18T19:13:47","slug":"gewinner-2020","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.agnnw.de\/?page_id=4706","title":{"rendered":"Bewerbungen\/Gewinner 2020"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>AGNNW-Ideenpreis zum Umgang mit COVID-19 im Rettungsdienst, April 2020<\/strong><\/p>\n<p><em>Wir m\u00f6chten alle eingegangenen Bewerbungen zum Ideenpreis (nicht nur die pr\u00e4mierten) einem breiten Publikum vorstellen, denn der Sinn dieses Ideenpreises besteht genau darin: Gute Ideen verbreiten und Kolleginnen und Kollegen motivieren und inspirieren! Wir beginnen heute mit zwei bemerkenswerten, wenn auch sehr verschiedenen Projekten:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"background-color: #ffffff; color: #ff0000;\"><strong>\u201eKlinikSanit\u00e4ter &#8211; Ein Weiterbildungskonzept f\u00fcr Rettungsdienstpersonal zur Unterst\u00fctzung in Zeiten der Covid-19-Pandemie\u201c<\/strong><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Bewerbung, eingereicht von \u00a0<\/em><em>Dr. Gerrit Jansen, Eugen Latka, Franziska Behrens, Dr. Hans- Werner Kottkamp und Prof. Sebastian Rehberg aus dem Evangelischen Klinikum Bethel und dem Studieninstitut f\u00fcr kommunale Verwaltung Westfalen-Lippe<\/em><\/p>\n<p>Ein herausragendes und zukunftsweisendes Projekt aus Bielefeld, erstellt von Mitarbeitern dreier Institute in der Zusammenf\u00fchrung von klinischer und p\u00e4dagogischer Kompetenz, sucht und findet eine L\u00f6sung zum Problem der zu knappen Personalbesetzung in Notaufnahmen und Intensivstationen bei einer erwarteten \u00dcberlast mit COVID-19-Patienten. In einem modular aufgebauten Lehrgang aus kombinierter online-basierter Lernplattform und nachfolgender praktischer Einarbeitung mit abschlie\u00dfendem Assessment wurde ausgebildetes Rettungsdienstpersonal auf den Einsatz in Intensivstation oder Notaufnahme vorbereitet. Die ersten Teilnehmer haben den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen und das Zertifikat \u201eKliniksanit\u00e4ter\u201c erhalten.<\/p>\n<p>Den Link zur vollst\u00e4ndigen Bewerbung mit Abbildungen finden Sie <a href=\"https:\/\/www.agnnw.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Ideenpreis-1-KlinikSanit\u00e4ter.pdf\"><u>hier<\/u><\/a>.<\/p>\n<p><em>Das Projekt ist sowohl innovativ als auch nachhaltig und absolut auszeichnungsw\u00fcrdig. Wir haben es jedoch am Ende nicht in die Bewertung zu unserem Ideenpreis einbezogen, weil unsere Ausschreibung auf Ideen zur rettungsdienstlichen Praxis zielte und wir eine Anzahl von Bewerbungen bekommen haben, die dieses Kriterium erf\u00fcllen. Wir bedanken uns ganz besonders herzlich bei den Bielefelder Kollegen f\u00fcr ihre Bewerbung und helfen auf diese Weise gern mit, das Projekt mit Ausrufezeichen (!) zu ver\u00f6ffentlichen.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<ul>\n<li><span style=\"background-color: #ffffff; color: #ff0000;\"><strong>\u201eZusammenstellung von transportablen Sets f\u00fcr das notwendige Material zum individuellen Eigenschutz und f\u00fcr eine aussagekr\u00e4ftige Erstuntersuchung des Notfallpatienten zur Vermeidung einer Kontamination des gesamten Einsatzmaterials\u201c<\/strong><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Pr\u00e4mierte Bewerbung, eingereicht von Till Fr\u00f6scher vom DRK-Kreisverband Ludwigsburg <\/em><\/p>\n<p>Die Mitarbeiter der Abteilung Rettungsdienst beim DRK Ludwigsburg haben sich gemeinsam Gedanken \u00fcber ihre Einsatzrealit\u00e4t unter der latenten COVID-19-Gefahr gemacht und festgestellt, dass sie ihr eigenes Infektionsrisiko wie auch das Kontaminationsrisiko f\u00fcr ihre Materialrucks\u00e4cke und ihre Diagnostikausr\u00fcstung reduzieren k\u00f6nnen, indem sie bei den allt\u00e4glichen Routineeins\u00e4tzen zur Ersteinsch\u00e4tzung der Verfassung des Patienten ein kompaktes, praktisch zu handhabendes und leicht zu desinfizierendes Set an Ausr\u00fcstung mitf\u00fchren, das zu diesem Zweck eigens zusammengestellt wurde. Mit dem Ideenpreis honorieren wir die prompte Initiative aus dem Team, die schlie\u00dflich zur verbindlichen Umsetzung innerhalb der Organisation gef\u00fchrt hat, und wir honorieren die Bereitschaft, die Idee in der Rettungsdienst &#8211; \u201eCommunity\u201c vorzustellen. Viele haben vielleicht \u00e4hnliche L\u00f6sungen gefunden, aber die Ludwigsburger haben ihr Konzept vorgestellt und so einer kritischen Beurteilung zug\u00e4nglich gemacht. Das ist das Besondere daran.<\/p>\n<p>Den Link zur vollst\u00e4ndigen Bewerbung mit Fotos finden Sie <a href=\"https:\/\/www.agnnw.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Ideenpreis-2-Sets.pdf\"><u>hier<\/u><\/a>.<\/p>\n<p><em>Auf die Benachrichtigung \u00fcber die Pr\u00e4mierung haben wir eine sch\u00f6ne R\u00fcckmeldung bekommen: \u201e\u00dcber diese Nachricht haben wir uns in der derzeitig schwierigen Situation wirklich sehr gefreut. Unsere Mitarbeiter machen t\u00e4glich unter erschwerten Bedingungen einen tollen Job und haben diese Idee selbst herausgearbeitet und mit uns zusammen umgesetzt. Auch weiterhin sind wir von unserem Konzept \u00fcberzeugt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Alle weiteren Bewerbungen um den Ideenpreis der AGNNW (die Reihenfolge der vorgestellten Bewerbungen entspricht nicht der Reihenfolge in der Bewertung zum Ideenpreis):<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>\u00a0<\/em><span style=\"background-color: #ffffff; color: #ff0000;\"><strong>\u201e\u00dcberp\u00fcfung der Praxistauglichkeit handels\u00fcblicher Faceshields sowie Weiterentwicklung f\u00fcr die Anwendung im Rettungsdienst und Bereitstellung einer 3-D-Druckdatei\u201c<\/strong><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Bewerbung eingereicht von Manuel Winkler und Johannes Stoiser von der Interessengemeinschaft Notfallmedizin Innsbruck<\/em><\/p>\n<p>Die IG Notfallmedizin Innsbruck ist aus einer Gruppe von Studentinnen und Studenten der Medizinischen Universit\u00e4t Innsbruck hervorgegangen und besteht seit 2017 als eingetragener Verein, dem \u00c4rztInnen, StudentInnen, Sanit\u00e4terInnen und Pflegekr\u00e4fte angeh\u00f6ren. Die KollegInnen haben sich \u2013 wie viele andere auch \u2013 zu Beginn der COVID-19-Krise in einer Mangelsituation bei der pers\u00f6nlichen Schutzausr\u00fcstung wiedergefunden. Insbeondere die Beschaffung von Faceshields (Visieren) war schwierig, und die Produkte, die zu bekommen waren, erwiesen sich oft als ungeeignet f\u00fcr den rettungsdienstlichen Einsatz. Also haben sie ihre Visiere selbst im 3-D-Drucker hergestellt, getestet, verbessert und die Druckanleitung online zur Verf\u00fcgung gestellt. An mehreren Standorten in \u00d6sterreich sind ihre Prototypen im Einsatz.<\/p>\n<p>Den Link zu ihrer Homepage mit Projektbeschreibung, Abbildungen und 3-D-Druckdatei lautet <a href=\"https:\/\/www.igni.at\/igni-mitglieder-entwickeln-behelfsmaessigen-gesichtsschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.igni.at\/igni-mitglieder-entwickeln-behelfsmaessigen-gesichtsschutz\/<\/a><\/p>\n<p><em>Das Projekt trifft den Kern unserer Ausschreibungs-Idee: Probleme angehen, L\u00f6sungen finden und Andere partizipieren lassen. In der Endabstimmung ist es leider nicht unter die ersten drei der eingereichten Ideen gelangt. Wir haben es mit einem Sonderpreis bewertet und w\u00fcnschen der jungen Initiative in unserem Nachbarland weiterhin viel Engagement und Erfolg.<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr \/>\n<ul>\n<li><span style=\"background-color: #ffffff; color: #ff0000;\"><strong>\u201eEinrichtung eines Medizinischen Einsatz-Teams (MET) zur Diagnostik und Behandlung von an CoVid-19 erkrankten Personen in ihrer h\u00e4uslichen Umgebung\u201c<\/strong><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Pr\u00e4mierte Bewerbung, eingereicht von Anja Viethen, Dr. Anke S\u00f6ntgerath, Dr. Robert Stangl, Marco Strohm und Andreas Jansen von der Berufsfeuerwehr K\u00f6ln;<\/em><\/p>\n<p>Die K\u00f6lner Not\u00e4rzte haben sehr systematisch und konsequent mit den M\u00f6glichkeiten eines gro\u00dfst\u00e4dtischen Rettungsdienstes ein Konzept zur ambulanten Diagnostik und intensiven Weiterbetreuung von COVID-19-Patienten erarbeitet, f\u00fcr diejenigen F\u00e4lle, in denen eine vertrags\u00e4rztliche Versorgung nicht m\u00f6glich ist. Grundvoraussetzung ist eine besondere Qualifikation und ein umfassender Erfahrungshintergrund der eingesetzten Not\u00e4rztinnen und Not\u00e4rzte, die bei ihrer Arbeit \u00fcber erg\u00e4nzende medikament\u00f6se Ausstattung und apparatives Equipment verf\u00fcgen. Das System befindet sich seit Ende M\u00e4rz 2020 im Regelbetrieb.<\/p>\n<p>Den Link zum vollst\u00e4ndigen Bewerbungstext\u00a0 finden Sie <a href=\"https:\/\/www.agnnw.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Bewerbung-MET.pdf\"><u>hier<\/u><\/a>.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>Ein fantastisches Projekt \u2013 aber es ist doch eine Idee, die nur mit den M\u00f6glichkeiten der Metropole umzusetzen ist, oder? Wir glauben das nicht. Wir sind \u00fcberzeugt, dass das Prinzip der vorgezogenen ambulanten (not-)\u00e4rztlichen Betreuung von COVID-19-Patienten \u00fcberall sinnvoll ist und funktionieren kann, wenn auch vielleicht regional in abgewandelter Form. Die COVID-19-Pandemie wird uns noch viele Monate, vielleicht Jahre begleiten, und das Kernproblem, welches hier in K\u00f6ln adressiert wurde, besteht an allen Orten in \u00e4hnlicher Weise. Der Rettungsdienst verf\u00fcgt \u00fcber geeignete Ressorucen, um hier in der Pandemie eine Versorgungsl\u00fccke zwischen \u201eambulant\u201c und \u201estation\u00e4r\u201c zu f\u00fcllen \u2013 wenn man es geeignet angeht.<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr \/>\n<ul>\n<li><strong><span style=\"color: #ff0000;\">\u201e<\/span><\/strong><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Programmierung und barrierefreie Bereitstellung eines webbasierten Tools zur Bearbeitung von Notrufen in der Leitstelle nach Algortihmus zur Fr\u00fcherkennung von COVID-19-F\u00e4llen\u201c<\/strong>,<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Pr\u00e4mierte Bewerbung, eingereicht von Dr. Christoph Schenk, \u00c4rztlicher Leiter Rettungsdienst im Landkreis Harz<\/em><\/p>\n<p>Die Identifikation von COVID-19-Verdachtsf\u00e4llen bei eingehenden Notrufen ist zum Schutz des Einsatzpersonals einerseits wie auch andererseits zum schonenden Umgang mit Schutzausr\u00fcstung und anderen Ressourcen von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde eine Website programmiert, die anhand von 3 Fragen \u2013 angelehnt an die jeweils g\u00fcltigen Kriterien des RKI und seit dem 10. Mai 2020 in der Version 4.0 \u2013 einen Verdachtsfall begr\u00fcndet oder ausschlie\u00dft. Der Leitstellendisponent bekommt nach Eingabe der Antworten eindeutig signalisiert, ob ein Verdachtsfall vorliegt, und gibt diese Information mit dem Alarm an das Einsatzpersonal weiter. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen ausf\u00fchrliche Informationen zum ambulanten Management von leicht erkrankten COVID-19-Patienten abgerufen werden. Die Website steht ausdr\u00fccklich allen Kommunen und \u00c4rztlichen Leitern kostenlos und zur individuellen Anpassung zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Der Link zu der Homepage lautet <a href=\"http:\/\/www.corona-leitstelle.de\">www.corona-leitstelle.de<\/a><\/p>\n<p><em>Wir haben diese Idee gemeinsam mit zwei weiteren Projekten in der abschlie\u00dfenden Bewertung auf den ersten Platz gesetzt, weil es alle Kriterien unserer Ausschreibung erf\u00fcllt. Es f\u00fchrt im bisher ungewohnten Umgang mit COVID-19-F\u00e4llen zu besserer Handlungs-sicherheit im Rettungseinsatz und wird aus diesem Grund in mehreren Kommunen regelhaft genutzt. Es steht allen potenziellen Nutzern kostenlos und ohne jeglichen Vorab-Aufwand zur Verf\u00fcgung. Sehr interessant ist auch das Zustandekommen, denn mit einer Idee allein ist ein Internet-basiertes Projekt noch nicht realisiert. Die L\u00f6sung bestand f\u00fcr Dr. Schenk darin, dass er sich mit seiner Idee \u00fcber Social Media\u2013Kan\u00e4le an die \u201eCommunity\u201c wandte und auf diesem Weg Arne Spie\u00df fand, einen Studenten der Wirtschaftsinformatik, der die programmiertechnische Umsetzung kompetent bewerkstelligen konnte. Wir sagen \u201eHut ab!\u201c<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr \/>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>\u00a0\u201eAusstattung von RTW und anderen R\u00e4umlichkeiten mit kosteng\u00fcnstigen UV-C-Lampen zur Desinfektion von Fl\u00e4chen, Materialien und Innenraumluft w\u00e4hrend der Ruhezeiten des Fahrzeugs\u201c,<\/strong><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Bewerbung, eingereicht von Frank van Ham, Notfallsanit\u00e4ter und Notfallpfleger, B-Maasmechelen<\/em><\/p>\n<p>In der Initialphase der COVID-Pandemie wurden vielerorts der drohender Mangel an Desinfektionsmitteln sowie die begrenzte Verf\u00fcgbarkeit von FFP-Masken als kritische Probleme identifiziert. F\u00fcr die in der Corona-Krise ausnahmsweise erlaubte Aufbereitung kontaminierter Masken gelten verschiedene, aufw\u00e4ndige Verfahren, deren Effektivit\u00e4t vom Anwender nicht ohne Weiteres \u00fcberpr\u00fcft werden kann.\u00a0 Auf der Suche nach einem alternativen Desinfektionsverfahren stie\u00df Frank van Ham auf ein UV-C-Konzept, das im amerikanischen Rettungsdienst Verwendung findet \u2013 allerdings zu hohen vierstelligen Kostensummen. Nach einer Berechnung zum Energiebedarf in einem RTW-Innenraum stellte er ein UV-C-Desinfektionssystem aus handels\u00fcblichen Komponenten zusammen, welche im Fachhhandel f\u00fcr weniger als 100 \u20ac erh\u00e4ltlich sind. UV-C-Licht ist in der Lage, innerhalb sehr kurzer Zeit Keime auf Oberfl\u00e4chen und in der Luft abzut\u00f6ten. Das System k\u00f6nnte in \u00e4hnlicher Weise auch zur Desinfektion von FFP-Masken verwendet werden. Die technische Realisierung der Testinstallation in Maasmechelen ber\u00fccksichtigt die besonderen Sicherheitsprobleme im Umgang mit UV-C-Licht (s. Konzept-Details), denn UV-C wirkt auch beim Menschen genotoxisch. Das System ist mit Unterst\u00fctzung des Standortleiters in Maasmechelen im Probebetrieb, allerdings werden parallel dazu weiterhin die zugelassenen und in den konventionellen Desinfektionspl\u00e4nen festgelegten Verfahren eingesetzt.<\/p>\n<p>Den Link zu Details des Konzeptes mit Fotos\u00a0 finden Sie <a href=\"https:\/\/www.agnnw.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Bwerbung-UV-C.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><u>hier<\/u><\/a>.<\/p>\n<p><em>Das Projekt ist wom\u00f6glich zukunftsweisend. Nicht nur Oberfl\u00e4chen, sondern auch die Innenraumluft (Aerosole) in RTWs k\u00f6nnten in der einsatzfreien Zeit in sehr kurzer Zeit desinfiziert werden. Allerdings fehlt bisher die Zertifizierung des mikrobiologischen Ergebnisses und der materialtechnischen Unbedenklichkeit. Zur Wirkung auf Corona-Viren gibt es noch keine sicheren Erkenntnisse. Ein Routineeinsatz ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht m\u00f6glich. Das war f\u00fcr uns der Grund, das Projekt nicht in die Endabstimmung zum Ideenpreis einzubeziehen. Dennoch helfen wir gern mit, die Grundidee zu verbreiten. Die technische Weiterentwicklung und die medizinische Validierung sind denkbar. Vielleicht werden wir in absehbarer Zeit \u00fcber Desinfektion im Rettungsdienst anders denken als in der Vergangenheit. <\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr \/>\n<ul>\n<li><strong> <span style=\"color: #ff0000;\">\u201eVorschlag zum Einsatz von Heliox (Helium-O2-Gemisch) bei COVID-19-PatientInnen mit Dyspnoe zur Vermeidung einer respiratorischen Ersch\u00f6pfung und zur Vermeidung weiterer Lungensch\u00e4digung durch erh\u00f6hte Atemarbeit bzw. \u00dcberdruckbeatmung\u201c,<\/span><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Bewerbung, eingereicht von Priv.Doz. Dr. Dr. med. Till S. Mutzbauer, Praxis Mutzbauer&amp;Partner, Z\u00fcrich<br \/><br \/><\/em><\/p>\n<p>Eine unvermittelt rasche respiratorische Ersch\u00f6pfung ist f\u00fcr viele COVID-19-Patienten eine akute Notfallsituation, zu welcher der Rettungsdienst hinzugezogen wird. Die drohende Dekompensation k\u00f6nnte pr\u00e4klinisch durch hohen Sauserstoff-Flow oder durch nicht-invasive Beatmung aufgehalten werden. Beide Verfahren jedoch erh\u00f6hen die Gefahr der Aerosolbildung und damit einer Virus-Transmission auf die Mitarbeiter des Rettungsdienstes.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Till S. Mutzbauer besch\u00e4ftigt sich seit den sp\u00e4ten 1990er Jahren als An\u00e4sthesist und Kiefer-Gesichtschirurg wissenschaftlich mit technischen Aspekten der Tauchmedizin und der Reanimatologie, zun\u00e4chst in einer Arbeitsgruppe am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm und sp\u00e4ter an der Univerit\u00e4tsklinik Z\u00fcrich. Auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen schl\u00e4gt er den Einsatz von Heliox (ein Sauerstoff-Helium-Gemisch, welches vorwiegend in der Taucherei verwendet wird) bei kritischen COVID-19-Patienten vor und beschreibt ein technisch vergleichsweise einfach realisierbares System zur pr\u00e4klinischen Heliox-Anwendung.<\/p>\n<p>Den Link zur vollst\u00e4ndigen Ausarbeitung mit Literaturangaben zum pathophysiologischen, reanimatologischen und technischen Hintergrund finden Sie <a href=\"https:\/\/www.agnnw.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Bewerbung-Heliox.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><u>hier<\/u><\/a>.<\/p>\n<p><em>Die Anwendung von Heliox in der Intensiv- und Notfallmedizin wird bereits seit \u00fcber 60 Jahren diskutiert. Vorteile scheinen sich aufgrund der besseren Str\u00f6mungseigenschaften eines Sauerstoff-Helium-Gemisches im Vergleich zu Sauerstoff-Stickstoff vor allem bei Atemwegsobstruktionen (z.B. Croup, Asthma, COPD, Bronchiolitis) zu ergeben. Klinische Erfahrungen mit COPD-Patienten und vor allem aus dem neonatologischen Bereich liegen vor. Allerdings f\u00e4llt der Vorteil der geringeren Viskosit\u00e4t des Gasgemisches umso weniger ins Gewicht, je h\u00f6her der Anteil des Sauerstoffs sein muss, den der Zustand des Patienten erfordert. Aufgrund einer bis heute uneinheitlichen Evidenzlage, aber auch wegen des technischen Aufwandes hat sich Heliox in der klinischen Routine bisher nicht durchgesetzt. Vielleicht aber sind die COVID-19-F\u00e4lle Anlass, \u00fcber die Methode neu nachzudenken und Vor- und Nachteile unter den neuen Bedingungen abzuw\u00e4gen. Wir haben diese Idee nicht in die Endabstimmung zum COVID-Ideenpreis einbezogen, weil eine Umsetzung in die rettungsdienstliche Praxis bisher nicht erfolgt ist. Wir ver\u00f6ffentlichen den Vorschlag aber gern, gemeinsam mit allen anderen eingerichten Ideen, um die Diskussion dar\u00fcber zu erm\u00f6glichen. <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AGNNW-Ideenpreis zum Umgang mit COVID-19 im Rettungsdienst, April 2020 Wir m\u00f6chten alle eingegangenen Bewerbungen zum Ideenpreis (nicht nur die pr\u00e4mierten) einem breiten Publikum vorstellen, denn der Sinn dieses Ideenpreises besteht genau darin: Gute Ideen verbreiten und Kolleginnen und Kollegen motivieren und inspirieren! Wir beginnen heute mit zwei bemerkenswerten, wenn auch sehr verschiedenen Projekten: \u201eKlinikSanit\u00e4ter &#8211; [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1212,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4706","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.agnnw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.agnnw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.agnnw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agnnw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agnnw.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4706"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.agnnw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4706\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4733,"href":"https:\/\/www.agnnw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4706\/revisions\/4733"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agnnw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1212"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.agnnw.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}