Die 28. Jahrestagung der AGNNW fand am 20. und 21.01.2012 wieder im Maternushaus in Köln statt. 2011 wurde die Veranstaltung vom Spätsommer in das Frühjahr verlegt. Der spürbare Anstieg der Teilnehmerzahl in 2011 ließ sich auf gutem Niveau, aktuell waren 245 Teilnehmer anwesend, auch 2012 halten. Die hands on Kurs am Nachmittag waren mit 133 Teilnehmern fast ausgebucht. Damit zeigten sich die Veranstalter mehr als zufrieden. |
In gewohnter Weise begann die Tagung mit dem berufspolitischen Programm am Freitag: die Novellierung des Rettungsgesetzes NRW war brandaktuelles Thema in der Podiumsdiskussion, an der neben Herrn Dr. Stollmann vom Ministerium MGEPA NRW, Prof. Alex Lechleutner als Vorsitzender des Landesverbandes Ärztliche Leiter Rettungsdienst NRW, Dr. Hans Peter Milz (ÄLRD Bielefeld) als Vertreter der Ärztekammer Westfalen Lippe, Dr. Hella Körner – Göbel (ÄLRD Wuppertal) als Vertreterin der Ärztekammer Nordrhein, Frank Riebandt und Dr. Peter Geretenkort als Vorsitzende der AGNNW teilnahmen. |
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Die Abstimmungsprozesse sind noch nicht abgeschlossen, insofern sind wir gespannt auf die abschließende Fassung. Gleichwohl entstand der Eindruck, dass sich die Gremienarbeit insbesondere der AGNNW und des Landesverbandes ärztliche Leiter Rettungsdienst ausgewirkt hat und wichtige Positionen Berücksichtigung finden. Der ÄLRD wird im Gesetz stehen und es wird eine Regelung zu Spezialfahrzeugen im Rettungsdienst (Intensivtransport, Schwergewichtigentransport, Inkubator und Infektionstransport) geben. Kurze 5 Minuten Präsentationen der Industrie, in gewohnter Weise moderiert durch Alex Lechleutner, gaben einen Eindruck von Entwicklungen und Neuerungen im Bereich Notfalltechnik und Datenverarbeitung.
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| Die Nachmittagssitzung war geprägt durch aktuelle Themen. U. Ganz stellt Crashkurs NRW, eine Initiative des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW vor. Die Polizei will Schülern der Jahrgangsstufe 10 und 11 die Folgen von Alkohol, Geschwindigkeit und nicht ausreichender Sicherung im PKW plastisch vor Augen führen. Hierbei ist die Mitarbeit von Rettungsdiensten, Notärzten und Feuerwehren gefragt, um reale Bezüge herzustellen. |  U. Ganz
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 F.Brüne (Akademie für Krisenmanagement , Notfallplanung u. Zivilschutz) | Simulationstraining MANV ist ein Kursformat der AKNZ (Akademie für Krisen-management, Notfallplanung und Zivilschutz), in dem zeitlich realistische Abläufe eines MANV dargestellt werden können. Es geht runter bis auf die Darstellung der individualmedizinischen Maßnahmen am Patienten unter Berück- sichtigung des Ressourcenverbrauchs.
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Die bedarfsgerechte Vorhaltung von Rettungskräften bei geplanten Großveranstaltungen wurde am Beispiel der Frauen Fußball WM 2011 diskutiert. Die Risiko-analyse realistischer zu gestalten und bewusst zu machen, dass es nicht zielführend sein kann, wenn hunderte Einsatzkräfte bereitstehen, um auch das letzte unwahrscheinliche Risiko abzudeck |  H. Wissuwa (ÄLRD STadt Herne) |
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 V. Ruster (Berufsfeuerwehr Köln)
| Mit eindrucksvollen Bildern wurde die Medieninformation am Beispiel eines Großbrands mit Gefahrstoffwolke dargestellt. Der Satz: „Es bestand zu keiner Zeit ein Risiko für die Bevölkerung“ reicht eben oft nicht, um Presse und Bevölkerung zu beruhigen und zu informieren. Die Analytische Task Force hat die Aufgabe zeitnah und vor Ort Stoffanalyse durchzuführen, um notwendige Maßnahmen zur Gefahrenabwehr treffen zu können. Ein Fallbeispiel macht die Schnittstelle zum Rettungsdienst deutlich. Lokale Reizerscheinungen und Verfärbungen bei einem Kind, nach Spielen auf einer Mülldeponie, konnten schließlich einem Gefahrstoff zugeordnet werden und dadurch Sicherheit in der medizinischen Bewertung geschaffen werden. |
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Kommunikation ist wichtig und besonders anfällig an Schnittstellen. Der Bericht über ein standardisiertes Anmeldeformular des Rettungsdienstes und die Einführung eines Notfallkoordinators in der Klinik zeigen eine mögliche Lösung auf. Die positiven Erfahrungen des HELIOS Klinikums Krefeld wurden eindrucksvoll berichtet. |  O. Weichert (HELIOS Klinikum Krefeld)
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 Herr Schaumberg | Welche und wie viele Notfallmedikamente sind sinnvoll. Eine Umfrage im Land ergab eine große Streubreite, zwischen 36 und fast 100 verschiedene Medikamente werden vorgehalten. Eine Arbeitsgruppe der DGAI hat sich zur Aufgabe gestellt eine Mindestanforderung zu formulieren. |
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| Das wissenschaftliche Programm am Samstag brachte einige Fragestellungen der Notfallmedizin auf den Punkt. Time is muscle zeigt sich nicht nur bei Arnold Schwarzenegger! Beim Nicht ST Hebungsinfarkt hilft die Risikoeinstufung unter Beteiligung von Scores und Troponin (Kontrollen) bei der zeitlichen Planung der Intervention. |  J.Waltenberger ((Universitätsklinikum Münster) |
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 M.Fischer (Klinik am Eichert / Göppingen)
| Airwaymanagement wurde auf den Punkt gebracht. Die Auswertung von Erfolgsraten bei der orotrachealen Intubation macht es deutlich. Durchschnittlich sind 100 Intubationen notwendig, um eine gute Erfolgsquote zu erreichen. Um sicher zu sein, braucht man Algorithmen für das Airwaymanagement. |
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| Das Motto bei geburtshilflichen Notfällen: „Schauen sie nicht, ob Vulva und After klaffen, schauen sie der Gebärenden ins Gesicht, dann wissen sie, ob sie presst“. Leider war die Zeit etwas knapp, um die eher seltenen, aber deshalb umso wichtigeren Themen der Notfälle unter der Geburt zu beleuchten. |  K. Marschner (St. Elisabeth-Hospital / Bochum)
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 M. Ruppert (ADAC-Luftrettung, München)
| Ein hochspannender Vortrag zum Thema Crew Ressource Management zeigt die vielfältigen Interaktionen im Team auf und die Wichtigkeit für den Erfolg. Du bist die Crew, ich bin das Management ist eben nicht der richtige Weg! |
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| Die Optimierung der Kommunikation zwischen Rettungsdienst und Klinik am Beispiel des Herzinfarktes spart Zeit und rettet Leben. Das Feedback der Zahlen führte jeweils zu einer Verbesserung der zeitlichen Abläuft, die kurze Halbwertszeit dieser Verbesserung macht jedoch regelmäßiges Feedback notwendig. |  K.H. Scholz (St. Bernward-Krankenhaus / Hildesheim)
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 W.-R. Schäbitz (Evangelisches Krankenhaus Bielefeld)
| Checklisten helfen beim Erkennen von Schlaganfallsymptomen und der Entscheidung, wer in welches Krankenhaus gehört. Die TIA ist kein „Schlägle“ sondern kann mit einem Substanzverlust einher gehen, birgt ein (je nach Risikogruppe) über 20 % iges Risiko eines Schlaganfalls und darf deshalb nicht anders als ein manifester Apoplex behandelt werden. |
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| Die Wichtigkeit der Post Reanimationsbehandlung für den dauerhaften (neurologischen) Erfolg der Wiederbelebung wurde an eindrucksvollen Zahlen und Fakten dargestellt. Schnell beginnen zu kühlen, Kreislauf stabilisieren, Normoventilation mit Anwendung der Kapnografie, Rekanalisierung der verschlossenen Coronararterien sind wichtige Eckpunkte. Und merke: Nicht jeder, der einem ein Bein stellt, weil was schlechtes! |  B. Böttiger (Universitätsklinik Köln)
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 M. Schenkel (Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil /Bochum)
| Das Traumanetzwerk führt zu optimierten Strukturen. In den Kliniken soll es deshalb öfter heißen: „Ja gerne“ anstatt „Äh, abgemeldet“. |
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| Eindrucksvolle Videos von Crashtests und technische Rückschlüsse daraus können bei der Einschätzung des Verletzungsmusters helfen. |  T. Unger
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 B. Bouillon (Klinikum Köln-Merheim)
| Das Leitlinien nicht langweilig sind, sondern den richtigen Weg weisen, konnte eindrucksvoll für die S3 Leitlinie Polytrauma dargestellt werden. |
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Impressionen der Industrie-Ausstellung | |
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