Auflösung zum Fall des Monats Juni 2010:
Die kompetente Diskussionsrunde hat mal wieder alles erkannt, so dass ich nur noch bestätigend abnicken kann. Die Senkungen in II, III aVF , die hohen spitzen T-Wellen über der Vorderwand kombiniert mit den nicht ganz typischen Hebungen in V1 und V2 wurden in Zusammenschau mit dem kardiovaskulären Risikoprofil des Patienten auch in Richtung auf einen anterioren ST-Hebungsinfarkt im Anfangsstadium gedeutet.
Nach i.v.-Gabe von Aspisol , Heparin und Morphin als Analgesie wurde eine Klinik Haus mit 24 Stunden Koronarangiografie-Bereitschaft angesteuert. Die Voranmeldung „V.a. STEMI“ konnte hier dann sowohl serologisch und als auch per Koronarangiografiebestätigt werden. Die PCI konnte zeitnah und erfolgreich durchgeführt werden. Nach 8 Tagen Entlassung des Patienten aus der Klinik in beschwerdefreiem Zustand.