| Mitglieder Ordentliche Mitglieder können approbierte Ärzte, außerordentliche Mitglieder Nicht-Ärzte und juristische Personen sowie Rettungsassistenten und Rettungssanitäter werden, die das Rettungswesen fördern und die Ziele der AGNNW unterstützen wollen. Aufgaben Berufspolitisch engagiert und gewichtig, mit ca. 2300 Mitglieder, ist die AGNNW kompetente Informationsquelle bei notarztrelevanten Gesetzesänderungen. Als regelmäßiger Gesprächspartner des Ministeriums bietet der Verein fachliche Beratung und Mitsprache im Erlass- und Gesetzgebungsverfahren. Die AGNNW versteht sich zudem als Ansprechpartner für Notarzt-Probleme in NRW. Unsere Regionalbeauftragten, angesiedelt auf RP-Ebene stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Qualitätsmanagement & Fortbildung Fortbildungsbeauftragte für jeden Kammerbereich und die Arbeitskreise "Qualitätsmanagement" und "INFO" stellen die Fortbildungen und die Qualität im Wirkungsbereich sicher. Hierzu gehören auch die Wissensvermittlung zum neuesten Stand der Notfallmedizin durch die im Mitgliedsbeitrag beinhaltete Zeitschrift "Der Notarzt" und zusätzliche regelmäßige Seminare und Tagungen der AGNNW.
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Gemeinsames Papier der ÄLRD und der AGNNW zum Notarztmangel
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| | Die neuen S3-Leitlinien zur "Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung" Liebe Kolleginnen und Kollegen, im Januar 2011 durfte die AGNNW auf ihrer Jahrestagung in Köln vorab die bis dahin „inoffiziellen“ S3-Leitlinien "Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung" bereits vorstellen. Nun wurden sie zum 24.06.2011 offiziell freigegeben. Damit sie alle über unsere Homepage jederzeit auf diese Leitlinien zugreifen können, haben wir die entsprechenden Seiten miteinander verlinkt. Die DGU-online-Redaktion schreibt zu den neuen S3-Leitlinien "Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung": „Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) veröffentlicht mit zehn weiteren medizinischen Fachgesellschaften die neue S3-Leitlinie "Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung". mehr | | | | | | | | Frank Riebandt neuer stellvertretender BAND-Vorsitzender
Anlässlich der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte in Deutschland (BAND e.V.) am 18. März 2011 in Berlin wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die Neuwahl des Vorstandes war notwendig geworden, nachdem im vergangenen Herbst der Vorsitzende PD Dr. Detlef Blumenberg (Osnabrück) im Alter von 62 Jahren plötzlich und unerwartet verstorbenen war. Neuer Vorsitzender ist Dr. Michael Burgkhardt (Leipzig) von der Arbeitsgemeinschaft Sächsicher Notärzte (AGSN e.V.). Stellvertretender Vorsitzende ist weiterhin Prof. Dr. Peter Sefrin (Würzburg) von der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (AGBN e.V.). Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Frank Riebandt, Vorsitzender der AGNNW. Dr. Frank Heinrich (Rathenow; Arbeitsgemeinschaft in Brandenburg tätiger Notärzte e.V) wurde in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt, neuer Schriftführer ist Dr. Hartwig Marung (Hamburg, AGNN e.V.). Die BAND ist der Dachverband der 11 Länderarbeitsgemeinschaften auf Bundesebene. Die BAND ist Ansprechpartner der Bundesministerien für Belange des Notarzt- und Rettungsdienstes, beispielsweise bei der anstehenden Novellierung des Rettungsassistentengesetzes und vertritt die Notärzteschaft u.a. in Normenausschüssen sowie in der Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Fachgesellschaften. Frank Riebandt ist seit 2005 Vorsitzender der AGNNW. Er ist Anästhesist und Ärztlicher Leiter Rettungsdienst im Rhein-Sieg-Kreis, einem der größten Flächenkreise in NRW. Darüber hinaus ist er Landesfeuerwehrarzt und Mitglied im Landesfachbeirat für den Rettungsdienst. Mit seiner Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden der BAND kommt die Bedeutung der AGNNW als einer der größten Länderarbeitsgemeinschaften zum Ausdruck. Eine herzliche Gratulation von der AGNNW! | |
| | Martin-Kirschner-Preis 2011 an AGNNW-Vorstandsmitglied
Der Martin-Kirschner-Preis für Notfallmedizin der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte e.V. (AGSWN) ging in diesem Jahr an Dr. Andreas Bohn, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Stadt Münster, sowie Dr. Roman Lukas von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin der Uniklinik Münster. Andreas Bohn ist Vorstandsmitglied der AGNNW mit der Funktion des Regionalbeauftragten für den Regierungsbezirk Münster.
Dr. Bohn und Dr. Lukas wurden für ihre Veröffentlichung in der Zeitschrift „Resuscitation“ zum Thema Feedback in der CPR ausgezeichnet, die im Rahmen der Münsteraner Arbeitsgruppe Forschung in der Notfallmedizin (AGFiN) entstand. In der Arbeit mit dem Titel “The addition of voice prompts to audiovisual feedback and debriefing does not modify CPR quality or outcomes in out of hospital cardiac arrest - a prospective, randomized trial” wird an einem Kollektiv von über 300 Patienten mit Herzstillstand außerhalb eines Krankenhauses gezeigt, dass Feedback-Systeme bei der Reanimation bereits in der einfachsten technischen Variante zu einer Optimierung der Herzdruckmassage beitragen, sofern dies in ein intensives Training sowie regelmäßige Nachbesprechungen und Auswertungen der Ergebnisse mit dem Team eingebettet ist.Der Martin-Kirschner-Preis wird alle 2 Jahre für wissenschaftliche Arbeiten in der Notfallmedizin verliehen. Martin Kirschner, Professor für Chirurgie in Heidelberg, starb 1942. Von ihm stammt der Lehrsatz, im Notfall müsse der Arzt zum Patienten und nicht der Patient zum Arzt kommen. An der konkreten Umsetzung dieser Erkenntnis hat Kirschner selbst schon gearbeitet, die Weiterentwicklung dieser Gedanken hat zu dem Notarztsystem geführt, das für die Bewohner der Bundesrepublik heute selbstverständlich ist. Eine herzliche Gratulation von der AGNNW an die beiden Notfallmediziner! | |
| | Neue Leitlinien zur Reanimation des European Resuscitation Council (ERC) 2010 Am 18.10.2010 sind um 6:30 Uhr MEZ die ERC-Leitlinien (und gemeinsam die internationalen sog. ILCoR-Empfehlungen) erschienen. Unter www.erc.edu können die Leitlinien heruntergeladen werden. Die Leitlinen beschreiben nicht den „einzig richtigen Weg“, vielmehr fassen sie zusammen, welche Schlüsse weltweit anerkannte Experten der Reanimatologie aus den Studien der letzten fünf Jahre ziehen konnten – nicht mehr, aber auch nicht weniger! Welche Neuerungen/Änderungen sind entscheidend und wichtig für den im Rettungsdienst Tätigen? Diese erste Zusammenfassung soll der schnellen Orientierung dienen. Natürlich erspart dieser kurze Text nicht das Lesen der kompletten Guidelines… Alle neuen Modifikationen stehen unter der schon 2005 ausgesprochenen Forderung, Unterbrechungen der Thoraxkompression zu minimieren: Es soll keine nennenswerten Pausen zwischen den Thoraxkompressionen geben. Herz-Druck-Massage (Thoraxkompression) Eine Herz-Druckmassage soll mindestens 5 cm tief erfolgen (höchstens 6 cm) (alt/ERC 2005: 3,5-5cm) und die Frequenz bei mindestens 100/min liegen (höchstens 120/min). Nach 30 Kompressionen erfolgen 2 Beatmungen.
Wenn Laien nicht beatmen können oder wollen, sollen sie nur Herz-Druckmassage machen. Prinzipiell ist aber der Wechsel von 30 Kompressionen und 2 Beatmungen von Anfang an empfohlen.
Eine Herz-Druckmassage soll jede Person (mit oder ohne Ausbildung) durchführen können. Untrainierte sollten von der Leitstelle zur alleinigen Herzmassage instruiert werden. Leitstellen sollen an Hand von Abfrageprotokollen versuchen, Kreislaufstillstände zu erkennen und nach Algorithmen Anweisungen zur Reanimation geben. Großer Wert wird auf das Erkennen der sog. „Schnappatmung“ als Hinweis auf einen Kreislaufstillstand gelegt. Professionelle präklinische Reanimation
Defibrillation Eine feste Zeitvorgabe für die sog. Initial-CPR (alt/ERC 2005: 2 min., wenn Stillstandszeit > 5 min) gibt es nicht mehr. Keine Unterscheidung zwischen „beobachtet“ und „unbeobachtet: Mit HDM starten, so lange bis Defi schockbereit
Die Pausen zur Defibrillation müssen weiter minimiert werden. Während der Defibrillator-Ladung soll Druckmassage durchgeführt werden und zur Defibrillation für maximal 5 sec unterbrochen werden. Der „Sicherheits-Check“ vor Auslösung der Defibrillation soll kurz sein – das Risiko für die Helfer wird als gering angesehen, insbesondere wenn Handschuhe getragen werden. Feedback-Geräte (Rückkopplung) zur Unterstützung der Reanimation werden gefordert, um die Qualität der CPR zu verbessern. Beatmung Ventilation geht vor Intubation. Ein Patient, der sich mit Maske/Larynxtubus/Larynxmaske beatmen lässt, muss nicht dringlich intubiert werden. Intubation nur bei „großer Erfahrung“, möglichst ohne Unterbrechung der HDM.
Maximal 5 sec Kompressionspause für beide Beatmungen. Die Kapnographie wird zusätzlich als Indikator zur Erkennung eines Eigenkreislaufes empfohlen. Medikamente Adrenalin wird gemeinsam mit Amiodaron nach der dritten erfolglosen Defibrillation bei KF/KT gegeben (alt/ERC 2005: Adrenalin vor der dritten Defibrillation; Amiodaron vor der vierten). Bei Asystolie/PEA Adrenalin sofort nach Zugangsmöglichkeit. Die endotracheale Gabe von Medikamenten wird nicht mehr empfohlen (alt/ERC 2005: Dritte Alternative zu i.v. und i.o.), statt dessen sollen als Alternative zum intravenösen Zugang intraossäre Zugänge genutzt werden. Atropin wird bei Asystolie oder EMD nicht mehr empfohlen. Nabi ohne BGA weiterhin nur bei Hyperkaliämie (z.B. am Dialysethermin) und Intoxikation mit 3cycl. Antidepressiva Klinische Weiterversorgung (Post resuscitation care)
Wenn möglich, Beginn nach ROSC am Notfallort Der Nutzen einer Linksherz-Katheter-Intervention bei Patienten nach Reanimation und ROSC (Eigenkreislauf) wird betont. Die Therapeutische Hypothermie nach Wiederkehr des Kreislaufs wird für alle Formen des Kreislaufstillstandes empfohlen (alt/ERC 2005: nur KT/KF). Übertemperatur vermeiden.
BZ unter 180mg% halten, Hypoglykämie vermeiden (alt/ERC 2005: 80-100mg%)
Eine Hyperoxie wird nach ROSC (Rückkehr des Eigenkreislaufes) als potentiell schädlich angesehen. Ziel ist das Erreichen eines SO2 von 94-98%. Hierzu soll titriert die FiO2 erhöht werden.
Kapnometrie zur Steuererung der Ventilation. Unter: www.erc.edu können die Leitlinien heruntergeladen werden. Eine vorläufige deutsche Fassung finden Sie unter http://www.grc-org.de Andreas Bartsch – Bonn Andreas Bohn – Münster 22. Oktober 2010 | |
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